Nicht nur 'Ja & Amen'!
Die katholische Kirche befindet sich in einer tiefen Krise, die aber nicht erst mit den endlich zu Tage tretenden Missbrauchsfällen beginnt, sondern deren Wurzeln viel tiefer liegen. Der Unmut vieler Menschen wächst und lässt positive Erlebnisse mit Kirche in den Hintergrund treten.
Viele engagierte Katholikinnen und Katholiken haben schon lange keine Lust mehr, sich für Missstände und Gestrigkeiten in der Kirche zu rechtfertigen, die sie weder verschuldet haben, noch mittragen.
Wir stehen in und für diese Kirche, aber wir sagen nicht zu allem Ja und Amen.
Wir melden uns zu Wort, sagen, was uns nicht passt - lautstark und mit Nachdruck, mutig und öffentlich und nicht nur hinter vorgehaltener Hand.
Wir müssen als Kirchenvolk mehr Mut zeigen und unserer Stimme Gehör verschaffen. Schließlich ist jede und jeder von uns genauso Kirche, wie der Papst, und nicht weniger oder unbedeutender vor Gott!
Es muss sich etwas bewegen.
Diese Kirche darf kein starres Konstrukt aus alten Zeiten sein. Sie besteht aus Menschen, ist vielfältig und bunt und es wäre schön, wenn das Wehen des Heiligen Geistes in ihr mehr zu spüren wäre.
Mitbestimmung, Gleichberechtigung und Öffnung sind in der Kirche längst überfällig!